Montag, 6. Oktober 2014

Grüner Tisch - Eine Alibiveranstaltung?


Da hat sich die Geschäftsführung des DJH-Landesverbandes Bayern mit ihren Strategien durchgesetzt:

es wird ein neues Vergütungssystem eingeführt und parallel dazu werden Workshops zum Thema „Wir machen Zukunft“  in’s Leben gerufen. Daraus entsteht ein Leitbild, das allen Beschäftigten suggeriert, dass es ja in allem, was zu tun ist, um die Gemeinschaft und ein gutes Miteinander geht.

Um diese Strategie zu untermauern, werden die Vertreter der Herbergsleitungen und der Verbandsführung an einen „Grünen Tisch“ gesetzt. So demonstriert man dann, dass sich ja alle einig sind, da hier alle offenen Themen besprochen werden sollen.

Außer dem festgelegten Leitbild, dass man dann und wann (man es gebrauchen will) aus der Tasche zieht, ist ja nicht viel Konkretes beschlossen worden. Der grüne Tisch ist Geschichte und die Leiter der Jugendherbergen haben für die Beschäftigten hier keine Arbeitsbedingungen verbessert!

Im Gegenteil: der Druck für das Personal wird immer mehr erhöht. Und wenn das nicht mehr klappt, dann wird die Jugendherberge eben „betriebsbedingt“ geschlossen.

 

Es müssen jedoch schon folgende Fragen erlaubt sein:

·         Warum gibt es bis heute keine konkreten Stellenbeschreibungen für alle Beschäftigten des DJH-Landesverbandes. Sie sind doch alle in konkreten Entgeltgruppen eingeteilt, oder?

·         Wo finden Beschäftigte die ausgearbeiteten Bedingungen, unter denen sie ihre Arbeit verrichten?

·         Warum setzen sich die Leiter der Jugendherbergen nicht mehr für eine vernünftige Überstundenregelung und bessere Bedingungen ein? (Können sie das vielleicht gar nicht?)

·         Wollen die Leiter der Jugendherbergen vielleicht gar keine tariflichen Regelungen, damit sie „schalten und walten“ können, wie es ihnen gerade passt?

 

Warum arbeitet man nicht mit den Leuten Bedingungen aus, die sich damit auskennen und muss dann nicht immer in irgendwelchen Gesprächsrunden das „Rad neu erfinden“.

 

Dafür sind Gewerkschaften da!

 

minijobber2013

Kommentare:

  1. Ich weis ja nicht in welcher Jugendherberge Du arbeitest aber mein Chef hat mit gesagt, dass er auch keine genaue Arbeitsplatzbeschreibung hat. Ich finde das auch total besch..... Kann da nicht der Betriebsrat mal dafür sorgen das wir eine bekommen? Was das Gehalt angeht bin ich mir gar nicht so sicher ob da wirklich alle nach dieser Vereinbarung bezahlt werden. Bei uns in der Juhe heißt es auch schon: Wenn wir nicht bessere Zahlen bringen wird die Juhe zu gemacht. Wir rackern die ganze Zeit und dann erfährst Du sowas. Ich und meine Kolleginnen können doch nichts dafür wenn die Gäste nicht kommen weil die Bude so abgewirtschaftet ist. Wenn's um die Zahlen geht ist das Leitbild oder wie das heißt schnell vergessen.

    Südkurve81

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  2. Das verstehe ich nicht. Unsere Chefs in den JH saßen doch immer mit an diesem grünen Tisch und hätten sich da dann mal einsetzen müssen, dafür das sie eine Arbeitsplatzbeschreibung kriegen.
    Haben sie ja wohl auch nicht. Sonst hätten ja alle eine.

    minijobber2013

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  3. st es ein Gerücht, dass der Arbeitgeber sich seine "Verhandlungspartner" z.B. am Grünen Tisch selber aussucht?
    Wird dann wirklich hart im Interesse aller Mitarbeiter verhandelt? Oder ist es doch nur eine Alibiveranstaltung?

    Um diesen Eindruck zu vermeiden, wäre es doch gerade für den AG sinnvoll mit Vertretern von Verdi zu verhandeln.

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  4. Wenn das so ist, habe ich da aber noch eine Frage an alle. Es gibt doch auch so etwas wie ein Präsidium oder nicht. Diese Leute müssen doch ein Interesse haben, dass die Angestellten im DJH Bayern ordentliche Bedingungen haben und nicht ausgenutzt werden. Ich als Minijobber muss manchmal über 60 Stunden im Monat arbeiten und das ist ja wohl nicht okay!!!!
    Das Geld krieg ich dann irgendwann einmal, sagen die Herbergseltern. Ist das immer so?

    minijobber2013

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  5. Weiß gar nicht warum du das fragst...
    es ist doch in allen JH normal, dass die Minijobber immer mehr als die festgelegten Stunden malochen sollen. Anders schafft man doch die ganze Arbeit gar nicht. Wir sind ganz viele GBs und da werden die Stunden immer irgendwie geschoben. Das weiß doch jedes Kind, Sogar die Verantwortlichen in der Geschäftstelle. Sagt nur keiner was von, weil dann hätten die ja mal ein Problem. Di schweigen und nutzen uns aus. Und wir machen da mit, weil wir die Arbeit schaffen wollen, die jeden Tag da ist.
    Ich mach das für meine Chefin und nicht für die da in München. Denen sind wir doch wieso egal :-(

    KS

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  6. Ja. Da hast du Recht. Ich mach das mit den Überstunden auch nur für die He. Die sind wenigstens nett und auf die kann ich mich bestimmt verlassen. Würden mich bestimmt auch nicht einfach sitzen lassen. Für die mach ich das. Aber das der Einsatz von uns allen so ignoriert wird von oben das ist nicht ok.

    minijobber2013

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  7. Also ich finde es jetzt ein bisschen anders. Ich finde die Idee mit dem Leitbild was schon ne gute Sache. Ich fand auch das Treffen mit Gertrud Schall war ne gute Sache. Da haben wir Mitarbeiter mal gesehen, wie das alles zusammenhängen soll. Und viele haben da ja was gemacht. Und ich finde man darf jetzt nicht die Mitarbeiter der jh, die an grünen Tisch alles versucht haben schlecht machen. Die können ja nichts machen, wenn das Präsidium und die anderen von der Führung die nur benutzt haben. Die haben ja versucht und sind eben nicht gehört worden. Das Leitbild finde ich auch gut und das ist ne gute Sache. Was will man machen wenn die anderen mehr zu sagen haben und ihre Macht spielen lassen.?
    Alle müssen sich an Leitbild halten und nicht nur so tun!
    LEITBILD = gut
    FÜHRUNG = schlecht

    JH Mitarbeiter

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