Dienstag, 14. Oktober 2014

Wieder eine Jugendherberge  weniger



Jetzt wird auch jeder der es bisher nicht glauben wollte, es merken. Jede Jugendherberge die nicht genug Ertrag bringt, wird vom Präsidium dann zugesperrt.
Auch die kleinste Jugendherberge Deutschlands ist in einigen Wochen Geschichte und ich habe nicht einmal die Chance gehabt, mich für das Personal dort einzusetzen. So schnell werden diese nun arbeitslos.
Traurig, dass man nur noch Bettenburgen baut und für kleine Jugendherbergen kein Geld mehr da sein soll.

Schmied von Kochel

Kommentare:

  1. Mal ne ganz doofe Frage. Wenn nur noch die profitablen Jugendherbergen offen bleiben. Wenn es nur noch "Profitcenter" gibt und eine Geschäftsstelle mit 50 Mitarbeitern am Ende 35 Jugendherbergen beschäftigt. Wo ist da noch die Gemeinnützigkeit?

    Oder anders herum, wenn wir nicht mehr gemeinnützig sind, müssen wir Jugendherbergen schließen, um Zuschüsse zurück zu zahlen.

    ..oder hab ich da was falsch verstanden?

    Der Weltenbummler

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    1. Naja, wenn es nur noch Profitcenter gibt, muss die GS schließen - denn hier wird ja kein Profit gemacht.

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  2. ich kann mir micht vorstellen, dass in der Geschäftsstelle so viele Mitarbeiter beschäftigt sind. Das kann doch gar nicht so sein. Für was? Um den Abbau von JH zu organisieren?

    Anscheinend stimmt das aber und das stürzt mich jetzt dann von meinem Sockel auf'm Dorfplatz von Kochel.

    Dann kommen die aber auch noch mal alle dran. Kämpfe schon seit 300 Jahren und werde das dann auch noch miterleben.
    Dann eben aus Kochel auch ohne auf'm Sockel

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  3. Die Schließung einer Jugendherberge ist natürlich immer traurig, aber vor allem ist sie ein harter Schlag für die dort Angestellten. Deshalb sollte, nein muss man erwarten können, dass dieser „gemeinnützige“ Verband alles dafür tut, die Betroffenen zu unterstützen. Und zwar idealerweise über alle Vereinbarungen hinaus.

    Aber ganz im Gegenteil, es wurde sich nicht einmal annähernd an die Vereinbarungen, die mit dem Betriebsrat geschlossen wurden gehalten.
    Man muss sich das einmal vorstellen..
    Statt wie vom Arbeitgeber versichert, jede Schließung einer Jugendherberge ein Jahr vorher anzukündigen, ging die Information erst 3 Wochen zuvor an die Angestellten und den Betriebsrat.

    Wie sollen sich die Arbeiter (gerade in den kleineren Häusern) denn noch sicher sein, dass sie ihren Job vorerst behalten?
    Wie soll man seinem Arbeitgeber noch Vertrauen entgegenbringen können?

    Jetzt kommt mir ein Gedanke an unser Leitbild welches mit viel Aufwand erarbeitet wurde in den Kopf… Aber darüber braucht man in diesem Fall ja gar nicht reden. Es wurde anscheinend einfach ignoriert. Wie oft wird es noch „nötig“ sein, dieses auszublenden? Immer wenn es schwer wird? Gerade in diesen Situationen ist es doch wichtig sich daran zu halten. Abgesehen davon, dass es eigentlich gar kein Leitbild braucht, in dem man nachsehen muss um zu wissen, dass dieses Verhalten des Vorstandes und des Präsidiums nicht angemessen ist.

    Ich kann auch kaum glauben, dass die Notwendigkeit einer Schließung erst so kurzfristig erkannt wurde. Die Brandschutzbestimmungen, durch welche ein - wie mitgeteilt - zu teurer Umbau nötig wäre um das Haus weiter zu betreiben gibt es ja nicht erst seit ein paar Tagen.
    Das Mindeste was man den Verantwortlichen vorwerfen kann ist, dass sich viel zu spät Gedanken über das Thema gemacht wurde.

    Ich möchte den Betroffenen Mitarbeitern auf diesem Wege mein großes Bedauern zusichern.

    "The President"

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  4. Du solltest Präsident werden!
    Scheinst ja voll den Überblick zu haben....

    Wenn ich wüsste wer du bist, dürftest du sofort mit mir auf dem Dorfplatz hier auf meinen Sockel.

    Danke für deine Worte.

    Schmied von Kochel

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  5. Vielen Dank!
    Aber das mit dem Präsidenten lasse ich lieber. Das wäre mir zu unehrlich, glaub ich. Irgendwann kommt auch die Verantwortung für die Beschäftigten in den geschlossenen Jugendherbergen.

    Da bleib ich lieber
    "The President"

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  6. In dem Moment,in dem in einer kleineren Jugendherberge eine größere Reparatur/Umbau ansteht, besteht höchste Gefahr, dass sie geschlossen wird, weil in den meisten Fällen diese Kosten nicht so ohne weiteres im Betrieb wieder aingefahren werden können.Das sagt mir das Beispiel Kochel!
    Viele kleinere Jugendherbergen arbeiten mit Mitarbeitern, die befristete Arbeitsverträge haben und diese haben überhaupt keinen Schutz, wenn eine JH so mir nichts dir nichts geschlossen wird.

    Aus und raus!! Macht Euch das klar und organisiert Euch!!

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  7. Mag schon sein mit den kleinen JH. Aber dann sollen die Großen erstmal die ganzen Millionen wieder verdienen die für sie ausgegeben werden. Und die Erneuerungen kosten ja sicher richtig Geld. Schau dir mal Nürnberg an- hat bestimmt über 15 Millionen gekostet. Das dauert ja ewig, bis die Schulden da abbezahlt sind. Und das ist dem Präsidium ja auch egal anscheinend. Aber für ein kleines Haus wie Kochel hat man nichts über von den ganzen Millionen- schon komisch!!!!!

    Gast

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    1. Das wird keine 7 Jahre dauern bis das Geld abzgl. Zuschuß wieder drin ist. Zumal der Umbau sicher schon 3 mal vorher eingespilt worden ist. Kochel hätte doch mindestens 15 Jahre gebraucht um nur den Brandschutz reinzubekommen, oder?

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  8. Jetzt muss ich auch mal was dazu sagen. Ich habe in der Jugendherberge Prien gearbeitet. Die wurde auch wegen dem Brandschutz geschlossen. Bei uns ging es nicht so schnell wie in der Jugendherberg Kochel. Trotzdem war es für uns alle voll schlimm. Uns allen hat es in der Jugendherberge gut gefallen wir waren motiviert. Aber weil jemand??? die Jugendherberge nicht mehr wollte wurde sie zugemacht. Jetzt steht sie leer. In der Zeitung stand mal es soll eine neue irgendwann gebaut werden, aber davon hört man nichts mehr. Dafür geht bei uns rum das der Deutsche Jugendherbergsverband aus München das Grundstück verkaufen will. Aber jetzt kommt‘s: Die sagen bei uns, das das gar nicht geht, weil das Gelände nur als Jugendherberge genutzt werden darf. Da haben die in München anscheinend falsch spekuliert . Wollten schnell mal eine Herberge schließen und dann zu Geld machen und dann klappt es nicht. Ich glaube da in Kochel läuft das gleiche. Uns konnte keiner mehr helfen, hoffentlich ist es in Kochel anders. Der Jugendherbergsverband ist doch eine staatliche Einrichtung oder so, oder bekommen sogar Geld wenn sie was bauen. Darf man dann so mit den Leuten die dort arbeiten umgehen? Ich bin schon froh dass ich jetzt woanders arbeite. Die noch in den anderen Jugendherbergen arbeiten sollten aufpassen das ihnen nicht dasselbe passiert.
    W.

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  9. Fast egal,ob es um eine kleine oder große Jugendherberge geht.Mein Eindruck ist, dass Finanzzahlen immer so hingedreht und interpretiert werden können, dass es dem Vorstand oder dem Präsidium des DJH passt. An die Beschäftigten der betroffenen Häuser denkt keiner. Dabei geht es bei diesen um die nackte Existenz. Was mache ich denn, wenn plötzlich- und bei Kochel- war es wohl plötzlich - die Schließung vor der Tür steht? Keiner kann sich auf so etwas einstellen und mit den großen Phrasen von Transparenz und Beteiligung der Beschäftigten aus dem Leitbild kann man sich nicht über Wasser halten.

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  10. "Betroffene zu Beteilgten machen"...
    ICH LACH MICH WEG !!!

    Es werden doch nur alle die beteiligt, die sich an den großen Gehältern der "Großen" beteiligen. Ein kleinerer Standort, der denen nicht gleich mal hunderttausende überweist für ihre ganzen "tollen Ideen", wird eh nur von denen da oben wie Fußvolk behandelt. Die kann man mal treten und wegstoßen. Aber das war ja bei Schlecker schon so. Da war der kleine Mann auch am Ende nichts wert.
    Andere hatten "Ihr Schäfchen im Trockenen" und denen geht es gut.

    Wen interessiert denn schon noch die Geschichte der JH

    Schmied von Kochel

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    1. Hallo Schmied von Kochel,
      wohl war :-)
      Die Verbandsführung sudelt sich im Kapitalismus, den andere heutzutage schon lange kritisieren. Fett Kohle machen ist angesagt! Aber i-wann demnächst wird es dann den Verein nicht mehr geben und dann machen sie mit 10 JUgendherbergen fett Kohle und brauchen keine Mitarbeiter mehr. Auch keine Manager, das macht dann auch einer alleine für die paar JH.

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